
Nach Horror-Sturz: Lindsey Vonn kämpft wieder – doch die Diagnose ist niederschmetternd.
Sie wollte Geschichte schreiben, sie fand sich im Schnee wieder: Lindsey Vonn, 41 Jahre alt, stürzt bei der Olympia-Abfahrt in Cortina wenige Sekunden nach dem Start – mit bereits gerissenem Kreuzband. Jetzt liegt die erste Diagnose auf dem Tisch: Bruch des Unterschenkels.
“Ein Bruch im Unterschenkel – aber sie wird noch untersucht”
US-Speed-Trainer Alex Hödlmoser bestätigte im SRF: „Wir haben noch sehr wenige Informationen. Anscheinend sollte es ein Bruch im Unterschenkel sein.“ Eine genaue Diagnose steht noch aus. Sicher ist nur: Lindsey Vonn wurde mit dem Helikopter abtransportiert – Olympia ist gelaufen.
Es ist ein Bild, das vielen im Gedächtnis bleiben wird: Die Speed-Queen, kaum gestartet, wird auf der Olimpia delle Tofane ausgehebelt und kracht auf die Piste. Ihre Skier lösen sich nicht, ihr Körper prallt ungebremst auf den Hang. Die Strecke wird unterbrochen, Rettungskräfte versorgen Vonn direkt im Zielhang.
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Ein Kreuzbandriss – und trotzdem am Start
Noch unter der Woche hatte Vonn selbst mitgeteilt, dass sie sich einen Kreuzbandriss beim Sturz in Crans-Montana zugezogen hatte – trotzdem wollte sie unbedingt in Cortina starten. Mit 41 Jahren, fast fünf Jahre nach ihrem Karriereende 2019, war ihr erklärtes Ziel: ein letztes Mal Gold.
Doch der Traum platzte jäh – und zeigt erneut, wie brutal dieser Sport ist. Dass sie überhaupt mit einer derartigen Verletzung am Start stand, ist fast so erschütternd wie der Sturz selbst. Die Frage, ob es eine Heldin-Geschichte oder ein gefährlicher Wahnsinn war, wird das Netz noch lange beschäftigen.
Comeback mit Risiko – das war der Plan
Lindsey Vonn hatte ihre Karriere 2019 in Aare eigentlich beendet. 2024 dann das unerwartete Comeback – mit dem erklärten Ziel Olympia. Die Olympischen Winterspiele in Italien sollten ihr großes Finale werden. Statt Gold gab es jetzt nur Schmerz, Schnee und einen dramatischen Abgang im Helikopter.
Es bleibt ein bitteres Kapitel in der Karriere der erfolgreichsten Skifahrerin der Geschichte. Und vielleicht auch ein Mahnmal: Heldentum ist im Spitzensport oft nicht weit entfernt von Selbstzerstörung.