
Nestlé, Danone – und jetzt der nächste Skandal. In Babymilch, die auch hierzulande verkauft wurde, steckt möglicherweise ein gefährlicher Giftstoff. Der Ursprung? Ein chinesischer Hersteller aus Wuhan – jener Stadt, die seit Corona weltweit zum Symbol für globale Gesundheitsrisiken geworden ist.
Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist Realität: In 60 Ländern – auch in Österreich – läuft derzeit ein Rückruf wegen potenziell giftiger Säuglingsmilch. Und wieder einmal stellt sich die Frage: Wie sicher ist das, was wir unseren Kindern täglich geben?
Toxin in Babymilch: Hersteller schlagen Alarm
Auslöser des weltweiten Rückrufs ist ein hochgefährlicher Stoff namens Cereulid – ein Bakterientoxin, das schwere gesundheitliche Schäden verursachen kann. Enthalten ist es vermutlich im sogenannten ARA-Öl, einer Omega-6-Fettsäure, die für die Entwicklung von Babys eigentlich wichtig wäre. Das Problem: Dieses Öl stammt von der Firma Cabio Biotech – ausgerechnet aus Wuhan.
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Todesfälle in Europa – und Österreich mittendrin
In Frankreich und Belgien wird bereits ermittelt: Zwei tote Babys, ein weiteres schwer erkrankt. Alle hatten Produkte konsumiert, die das verdächtige ARA-Öl enthalten. Ob ein direkter Zusammenhang besteht, wird geprüft – doch allein der Verdacht ist brisant genug.
Auch Österreich ist betroffen. Diese Chargen sind laut derzeitigen Angaben im Handel gewesen:
- Aptamil Pronutra Pre, 1,2kg – MHD 19.11.2026
- Aptamil Pronutra 1 DE, 800g – MHD 10.11.2026
- Aptamil Profutura Pre D, 800g – MHD 20.04.2027
- Aptamil Profutura Pre D, 800g – MHD 30.04.2027
Wer davon etwas zu Hause hat: nicht verwenden!
Und wieder versagt die Kontrolle
Der Skandal hat einen besonders bitteren Beigeschmack: Nach Cereulid wird bei Babynahrung üblicherweise gar nicht gesucht. So erklärt es der Laborkonzern Eurofins. Das bedeutet: Selbst bei strengsten Standards kann ein solcher Giftstoff durchrutschen – einfach, weil niemand danach sucht.
Profit statt Sicherheit?
Frage an die Verantwortlichen: Warum wird ein solch sensibler Inhaltsstoff ausgerechnet von einem Hersteller aus Wuhan bezogen, der in der Vergangenheit nicht gerade mit Vertrauen glänzen konnte? Ist es der Preis? Die Verfügbarkeit? Oder schlicht der nächste Beweis dafür, dass Babynahrung längst ein globales Milliardengeschäft ist, in dem Profit über Vorsicht steht?
Was jetzt?
Die Rückrufe laufen. Behörden beruhigen. Doch für viele Eltern bleibt ein mulmiges Gefühl – und das ungute Wissen: Selbst Babymilch ist heute nicht mehr sicher. Und wieder einmal kommt das Gift aus einem Land, dem viele längst nicht mehr vertrauen.