
Der Iran Krieg zeigt Wirkung – und zwar direkt an der Zapfsäule. Innerhalb weniger Tage sind Diesel und Benzin spürbar teurer geworden. Der ARBÖ hat nachgerechnet – und die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
Im Oberösterreich-Durchschnitt (Stand: Montagnachmittag) kostet ein Liter Diesel laut ARBÖ derzeit 1,561 Euro, Benzin liegt bei 1,512 Euro. Vor genau einer Woche sah das noch anders aus: 1,512 Euro für Diesel, 1,468 Euro für Benzin.
Heißt konkret: +5 Cent bei Diesel (3,25 Prozent) und +4,4 Cent bei Benzin (rund drei Prozent) innerhalb weniger Tage.
15 Cent mehr – binnen Stunden
Noch drastischer fiel die Erhöhung an einzelnen Tankstellen aus. In 4020 Linz kletterte der Preis für Diesel und Benzin am Mittag um satte 15 Cent pro Liter. Wer dort nach 12 Uhr 50 Liter tankte, zahlte um 7,50 Euro mehr als noch am Vormittag.
Die Preisanpassung erfolgt täglich zu Mittag – und offenbar besonders schnell, wenn es nach oben geht.
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ARBÖ kritisiert Tempo der Erhöhungen
Für den Autofahrerclub ist nicht nur die Höhe der Preise problematisch, sondern auch die Geschwindigkeit der Anpassung. „Sinkende Rohölpreise werden nur sehr träge an die Endverbraucher weitergegeben“, kritisiert ARBÖ-Landesgeschäftsführer Thomas Harruk.
Steigende Preise hingegen würden innerhalb weniger Stunden durchgereicht – obwohl der aktuell verkaufte Treibstoff oft schon vor Monaten günstiger produziert und eingelagert wurde.
Wenn’s runtergeht, dauert’s. Wenn’s raufgeht, geht’s schnell.
Der Nahost-Konflikt sorgt für Unsicherheit an den Märkten – das schlägt sich sofort beim Tanken nieder. Für Autofahrer bedeutet das einmal mehr: Geopolitik zahlt man direkt an der Zapfsäule.